Grundgedanken

Grundgedanken der FLeKS

Der FleKS liegen die folgenden Gedanken und Annahmen zugrunde. Unsere detaillierten Vorstellungen können Sie demnächst im pädagogischen Konzept der FLeKS nachlesen, was wir sobald es von der Behörde genehmigt ist, im Downloadbereich veröffentlichen werden.

 

Selbstbestimmt lernen

Vertrauend

Menschen wollen lernen, wenn auch nicht immer alle das Gleiche zur selben Zeit am selben Ort. Sie sind in der Lage für sich herauszufinden, welcher der für sie passende Weg ist. Unterstützend wirkt dabei ein Raum, in dem sie mit ihren Meinungen und Wünschen auf Grundlage gegenseitigen Vertrauens ernst genommen werden. Um diesen Raum zu schaffen, wollen wir sowohl die individuellen als auch die kollektiven Fähigkeiten und Bedürfnisse der Lernenden in den Mittelpunkt stellen.

Interessengeleitet

An der FLeKS entscheiden die Schüler*innen selber, was sie auf welche Weise mit wem, wann und wo lernen möchten. Die aktuellen Interessen, Lernbedürfnisse und unterschiedlichen Erfahrungshintergründe der Schüler*innen sind Ausgangspunkt des Lernens. Durch das freiwillige, interessengeleitete Lernen entwickeln sich ein Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten und Bedürfnissen und schließlich die Verantwortungsübernahme für diese. Im Kontakt mit anderen können sich die Lernenden nach ihren Interessen zusammenfinden, sich gegenseitig inspirieren und auf ihren Wegen ermutigen.

Wachsend

Im Zentrum des Lernens soll die Erfahrung junger Menschen stehen, als Persönlichkeiten zu wachsen. Dazu ist es nötig, die Unterschiedlichkeit der Mitmenschen wahrzunehmen und anzuerkennen. Als Teil der Schulgemeinschaft erfahren die Schüler*innen sich in Beziehung zu sich selbst und den anderen. Die Lernbegleiter*innen unterstützen sie darin, ihre Vorhaben und Interessen zu ergründen, umzusetzen und kritisch zu reflektieren.

Fehlerfreundlich

Fehler und Umwege sind erwünscht. Eine fehler- und experimentierfreundliche Atmosphäre unterstützt ein Ausprobieren in neuen Handlungs- und Wissensfeldern. Dadurch wollen wir Schüler*innen ermutigen, sich auf Neues einzulassen, Fehler als sinnvolle und potenziell kreative Teile von (Lern-)Prozessen wahrzunehmen und eigene Grenzen zu überwinden.

 

Gemeinsam organisieren

Gemeinsam

An der FLeKS wird der Schulalltag gemeinsam durch alle Mitglieder der Schule organisiert. In der wöchentlichen Schulversammlung tauschen sich Schüler*innen und Mitarbeiter*innen aus, diskutieren Vorschläge und treffen Entscheidungen zur Gestaltung des Schullebens. Entscheidungsfindungen erfolgen im Konsens, das heißt im Einvernehmen aller. Durch diesen Prozess werden alle Anliegen gehört und gemeinsam Vereinbarungen getroffen, die von allen mitgetragen werden.

Verantwortungsvoll

Um der gemeinsamen Gestaltung des Schullebens gerecht zu werden, müssen alle verantwortungsvoll mit den vorhandenen Handlungsmöglichkeiten umgehen. Die Schüler*innen nehmen sowohl die eigenen Bedürfnisse als auch die der anderen Mitglieder der Schule wahr, wägen ab und diskutieren sie. Dabei wird ein Bewusstsein dafür entwickelt, welche Auswirkungen das eigene Handeln auf die Schulgemeinschaft hat.

Überschaubar

Die Überschaubarkeit einer altersgemischten Schulgemeinschaft, in der sich alle kennen, ermöglicht einen vertrauensvollen Umgang miteinander. Dies bestärkt gegenseitiges Verständnis und damit auch die Verantwortungsübernahme für einander und für die Gruppe.

 

Grenzen überwinden

Vielfältig

Wir verstehen die Vielfältigkeit von Menschen, Lebensentwürfen und Erfahrungen als Bereicherung. Für einen positiven und achtsamen Umgang mit vielfältigen Lebensrealitäten ist es wichtig, möglichst unterschiedliche Menschen und Lebensrealitäten kennenzulernen und ein kritisches Bewusstsein von eigenen Privilegien zu entwickeln.
Das heißt auch, mit Betroffenheiten sensibel umzugehen und nicht auf Kosten anderer zu lernen. Sich über eigene Erfahrungen auszutauschen, wird durch die Anwesenheit anderer Menschen mit ähnlichen Erfahrungen bestärkt. Daher wünschen wir uns eine möglichst große Heterogenität unter Schüler*innen und Mitarbeiter*innen und bemühen uns, Barrieren aktiv und vorausschauend entgegenzutreten.

Respektvoll

Uns liegt ein diskriminierungs- und gewaltfreier Umgang miteinander besonders am Herzen. Nach wie vor erfahren Menschen in der Gesellschaft Ausschlüsse oder gesellschaftliche Bevorzugung aufgrund von vermuteten oder tatsächlichen Merkmalen wie zum Beispiel ihres Aussehens, ihrer Geschlechtsidentität, ihres sozialen Status, ihrer körperlichen und geistigen Befähigungen, ihrer Herkunft oder Religion. Die Mitarbeiter*innen haben den Anspruch, durch Weiterbildung und Reflexion das Team selbst, sowie durch eine bewusste Auswahl von diskriminierungsfreien Lernmaterialien die Schulgemeinschaft insgesamt für dieses Thema zu sensibilisieren.

Nachhaltig

Zu unserer Alltagspraxis der Sensibilisierung für gesellschaftliche Verhältnisse gehört auch die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit von Ressourcen, Umweltzerstörungen und -schutz sowie unserer eigenen Verantwortung dafür. Diese Zusammenhänge wollen wir auch thematisieren, um eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. So achten wir beispielsweise bei der Herstellung des Schulessens auf eine weitgehend Ressourcen, Umwelt und Menschen schützende Auswahl.

Vernetzt

Austausch und Kontakt mit anderen freien, demokratischen und soziokratischen Schulen in Deutschland und Europa bereichern die FLeKS. Außerdem vernetzen und engagieren wir uns im Bundesverband freier Alternativschulen (BFAS), der European Democratic Education Community (EUDEC) und der InseL für selbstbestimmtes Lernen (InSeL). Die FLeKS
strebt den Kontakt mit schulischen und außerschulischen Gruppen und Personen an, die sich mit selbstbestimmtem Lernen, gemeinsamer Organisation und der Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Empowerment beschäftigen.